Dekubitusprophylaxe

Wenn Menschen, bedingt durch Alter, Krankheit, Unfallgeschehen etc., zunehmend immobil und über lange Zeit bettlägerig werden, ist die Gefahr, dass sich ein so genanntes Druckgeschwür ( Dekubitus ) bildet, besonders hoch.

Gefährdete Stellen

Grundsätzlich kann sich an jeder Stelle des Körpers ein Dekubitus entwickeln. Doch treten Druckgeschwüre nicht an allen Körperregionen, auf die Druck einwirkt, gleichmäßig oft auf. Dies ist damit zu erklären, dass der Druck vom Unterhautfettgewebe auf eine größere Fläche verteilt und damit abgeschwächt wird. Ein Fettpolster von 2 cm Dicke kann an die Druckwirkung um etwa 50% reduzieren, während Körperstellen, an denen die Haut unmittelbar am Knochen anliegt, besonders Dekubitusgefährdet sind. Diese Regionen tolerieren nur etwa 10% des Druckes anderer Areale.

Lagerung
Es gibt Lagerungsarten, die die Entstehung eines Dekubitus fördern können. Als klassisches Beispiel sei hier die 90°-Seitenlagerung genannt. Verweilt der Patient über einen längeren Zeitraum in dieser Position kann davon ausgegangen werden, dass sich wahrscheinlich ein Druckgeschwür bilden wird. Aber auch das permanente Sitzen oder das Liegen auf dem Rücken über einen längeren Zeitraum sind Lagerungen, die einen hohen Gefährdungsgrad in sich bergen.

Hebe- und Lagerungstechniken
Bei falschen Hebe- und Lagerungstechniken kann die Haut durch Reißen, Verschieben und Drücken des Patienten Verletzungen erfahren .

In den meisten Fällen kann der Dekubitus durch ein frühzeitiges Erkennen und der entsprechenden Prophylaxe vermieden werden.

Anti Dekubitus Hilfsmittel

--> Anti Dekubitusfelle
--> Schaumstoffmatratzen
--> Sitzkissen
--> Wechseldruckmatratzen